Willkommen!

Hervorgehoben

Hallo und herzlich willkommen auf der Homepage des Vereines BI Lopa 2010 e.V.

Da der Verein derzeit, neben der Hilfe für Betroffene, an insgesamt 4 größeren zukunftsweisenden Projekten am Arbeiten ist  werden wir diese Seite leider nicht ausreichend betreuen können. Die Projekte werden bis zum 23.Juli 2015, also pünktlich zum 5.Jahrestag, abgeschlossen sein. Worum es sich bei diesen Projekten handelt werdet ihr dann an anderer Stelle ausführlicher erfahren. Bilder von der Gedenkstätte findet ihr weiterhin regelmäßig auf der Webseite unseres Vorsitzenden Dirk Schales. Ansonsten möchten wir solange auf unsere Facebookseiten verweisen die wir unten verlinken.

BI Gegen das Vergessen Lopa 2010

Loveparade 2010- Ein Unglück verbindet

BI Lopa 2010 ev

Loveparade-Gedenkstätte.de

Wir möchten darauf hinweisen das nur diese Seiten auf Facebook von uns betreut werden, andere Seiten mit ähnlich klingenden Namen werden weder von Betroffenen noch von Angehörigen des Unglücks verwaltet und erhalten ihre Information meist aus Zeitungsartikeln oder unseren Seiten oder nutzen diese um sich selbst mit meist selbstgeschriebenen Artikeln bei denen bewusst Fakten verdreht oder bewusst unwahr dargestellt werden am Leid der Loveparadeopfer zu profilieren.

Mit freundlichen Grüßen eure Vorsitzenden Jörn Teich und Dirk Schales

Wir danken euch für das bisher uns entgegengebrachte Vertrauen und die zahlreiche Unterstüzung eurerseits.

 

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Ergänzungsgutachten liegt mit Übersetzung vor

Im Loveparade-Strafverfahren hat die Kammer das eingeholte Ergänzungsgutachten mitsamt Übersetzung den Verfahrensbeteiligten zuge- leitet. Diese haben nunmehr Gelegenheit, bis zum 25.09.2015 zu den 78 Seiten umfassenden Ausführungen des Sachverständigen Stellung zu nehmen. Innerhalb dieser Frist besteht zudem Gelegenheit, im Zwischenverfahren abschließend Stellung zu nehmen.

Im Loveparade-Strafverfahren prüft die Kammer, ob die Anklage der Staatsanwaltschaft Duisburg zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird (sogenanntes Zwischenverfahren). Zentrales Beweismittel des Verfahrens ist ein von der Staatsanwaltschaft eingeholtes Sachverständigengutachten. Hierzu hatte die Kammer zuletzt zahlreiche Ergänzungsfragen an den Sachverständigen gerichtet. Die vom Sachverständigen in englischer Sprache vorgelegten Antworten hat die Kammer übersetzen lassen und allen Verfahrensbeteiligten zugeleitet. Der Grundsatz rechtlichen Gehörs gebietet es, den Verfahrensbeteiligten vor einer Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens Gelegenheit zur Stellungnahme auch zu diesen Ausführungen des Sachverständigen zu geben. Der Vorsitzende hat hierfür sowie zugleich für abschließende Stellungnahmen im Zwischenverfahren eine Frist bis zum 25.09.2015 bestimmt.

Das bei der Entscheidung zu berücksichtigende Aktenmaterial beläuft sich aktuell auf mehr als 44.000 Seiten Hauptakte, 800 Aktenordner Anlagenbände und einige Terabyte Videomaterial. In die Prüfung über die Zulassung der Anklage werden außerdem die noch zu erwartenden Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten zum Ergänzungsgutachten einzubeziehen sein. Eine Entscheidung über die Zulassung der Anklage dürfte daher nicht unmittelbar nach Fristablauf ergehen. Eine etwaige Hauptverhandlung dürfte damit voraussichtlich nicht mehr im Jahr 2015 beginnen können.

Aktenzeichen: 35 KLs 5/14

– Pressemeldung des Landgerichts Duisburg –

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2015

BI Lopa

Einladung zur Jahreshauptversammlung der Betroffenen Initiative Lopa 2010 e.V.

Hiermit laden wir alle Vereinsmitglieder am 23.Juli 2015 zur Jahreshauptversammlung in „Jugendherberge Duisburg Sportpark“ auf der Kruppstr. 9 in 470055 Duisburg ein.
Die Versammlung findet in einem ausgeschilderten Konferenzsaal der Jugendherberge statt und Beginnt um 15.00Uhr. Sie wird von den beiden Vorsitzenden geführt.

Tagesordnungspunkte

TOP 1 : Begrüßung der Mitglieder durch die beiden Vorsitzenden Jörn Teich und Dirk Schales
TOP 2 : Wahl des kommissarischen Schriftführer für die Mitgliederversammlung.
TOP 3 : Verlesung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung.
TOP 4 : Feststellung der Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung.
TOP 5 : Abschlussbericht zum letzten Geschäftsjahr durch den Vorsitzenden Jörn Teich.
TOP 6 : Zustandsbericht zu den Vereinszielen.
TOP 7 : Zukünftige Ausrichtung des Vereines.
TOP 8 : Entlastung des Vorstandes.
TOP 9 : Neuwahl des Vorstandes.

Aus technischen Gründen können wir dieses Jahr die Hauptversammlung nicht über Bambooza übertragen, stattdessen bieten wir Mitgliedern die nicht vor Ort sein können eine Telefonkonferenzschaltung an. An der Versammlung darf jeder Betroffene der Loveparade 2010 teilnehmen. Für Wählbare Ämter sowie Stimmabgabe muss allerdings eine Mitgliedschaft vorliegen.

Bei der großen Pressekonferenz im „Cafe Museum“ wird der neugewählte Vorstand der Öffentlichkeit vorgestellt und weiteres zum Verein berichten.

Duisburg 15.Juni 2015
Dirk Schales und Jörn Teich, Vorsitzende des Vereines

BI Lopa ev

Die Anzeige gegen die Staatsanwaltschaft

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit zeige ich, die anwaltliche Vertretung von Herrn Thorolf Schmidt , xxxxxx x in xxxx xxxxxx an. Die ordnungsgemäße Bevollmächtigung entnehmen Sie bitte der beiliegenden Vollmacht.

Namens und in Vollmacht meines Mandanten erstatte ich Strafanzeige gegen den oder die verantwortlichen Sachbearbeiter der Staatsanwaltschaft Duisburg bezüglich der Ermittlungen zur Loveparadekatastrophe am 24.07.2010. Mein Mandant hat als eines der Opfer des genannten Ereignisses ein eigenes Interesse an der Strafverfolgung und erstattet Strafanzeige und stellt Strafantrag bezüglich sämtlicher in Betracht kommender Delikte. Nach diesseitiger Auffassung besteht der Anfangsverdacht, dass diese sich wegen einer, ggf. versuchten, Strafvereitelung im Amt strafbar gemacht haben.

Hinsichtlich der Loveparadekatastrophe am 24.07.2010 ermittelte die örtlich zuständige Staatsanwaltschaft allem Anschein nach schleppend und einseitig. Die Ermittlungen gegen die handelnden Polizeikräfte und den Veranstalter wurden nach den vorliegenden Informationen nicht ernsthaft oder nur sehr oberflächlich geführt. So wurde insbesondere einseitig dem erstellten Gutachten gefolgt, ohne dieses einer genauen Überprüfung zu unterziehen. Auf die äußert kritischen Anmerkungen und Nachfragen der zuständigen Strafkammer beim LG Duisburg sei dazu verwiesen. Das gesamte Gutachten fußt nämlich lediglich auf der zugrundeliegenden Planung zum Ereignis. Das das tatsächliche Geschehen am 24.07.2010 vollkommen anders verlief als geplant, lässt das Gutachten außen vor und ist somit im Ergebnis vollkommen ungeeignet darauf Einstellungen oder Anklageerhebungen gegen Beteiligte zu stützen. Soweit bekannt wurde nämlich vor Ort massiv und wahrscheinlich wissentlich von der ursprünglichen Planung abgewichen.

Bereits im Vorfeld war den Verantwortlichen der Loveparade, der Lopavent GmbH bekannt, dass die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort von den ursprünglich als notwendig erachteten abwichen. Und zwar spätestens seit einem Schreiben der Duisburger Bauaufsicht vom 14. Juni 2010. Dessen Betreff lautete: “Nachforderung fehlender Unterlagen”.

Zum Antrag der Fa. Lopavent GmbH auf Nutzungsänderung des alten Duisburger Güterbahnhofes vom 31. Mai 2010 fehlten zu diesem Zeitpunkt nämlich Nachweise in erheblichem Umfang. Es fehlt beispielsweise, die Darstellung der Elektro-akustischen Alarmierungsanlage (ELA-Anlage). Einen Monat später, am 14. Juli 2010, mahnt die Duisburger Bauaufsicht die ELA mit einem fast identischen Schreiben noch einmal bei der Fa. Lopavent an. Im Sicherheitskonzept der Fa. Lopavent, indem alles Mögliche auf dem Loveparade-Gelände geregelt ist, beispielweise ist den Plänen des Bauantrages der Ausleuchtungsbereich jedes einzelnen Scheinwerfers zu identifizieren, fehlt es jedoch an einem Konzept für eine Ansprache der Besucher, einer Elektroakustischen Alarmierungsanlage, von einer solchen Anlage findet sich kein Wort. Weder werden eine ELA Zentrale noch einzelne Lautsprecher erwähnt. Die Anlage fehlte bei der Veranstaltung trotzt der Forderung der Behörde vollständig. Dies war den Verantwortlichen der Fa. Lopavent bekannt bzw. musste diesen bekannt sein. Gehandelt wurde dennoch nicht. Der Stau auf der Rampe und in den Tunneln entwickelte sich über mindestens zwei Stunden bevor es zur Katastrophe kam. Dieser Stau und die sich daraus ergebende Panik hätte sich mit größter Wahrscheinlichkeit auflösen lassen, hätte man die Besucher mit klar verständlichen Lautsprecheransagen auf freie Regionen des Veranstaltungsgeländes hingewiesen und verteilt. Vor Ort wurden dann zu allem Überfluss, was möglich gewesen wäre, die dort vorhandenen Einsatzfahrzeuge nicht als provisorische ELA benutzt. Insoweit liegt nach unserem Dafürhalten zumindest eine Fahrlässigkeit seitens der Veranstalter vor.

Darüber hinaus seien folgende Punkte:

Fehlende Handy Vorrangschaltung für die Einsatzkräfte und es war bekannt dass Funkgeräte im Tunnel nicht funktionieren. Soweit bekannt nahm das Ordnungsamt die Veranstaltung ab, obwohl die Zuständigkeit eher beim Bauordnungsamt gelegen hätte. Es wurden Polizeifahrzeuge, anders als in der Planung vorgesehen auf der Rampe abgestellt, so dass es vor der Rampe zu Engpässen kam. Fehlende Einweisung vor Ort der Polizisten, Laut diverser Zeugenaussagen der Polizei waren nachrückende Einheiten über die Aufgabenverteilung nicht oder nicht ausreichend informiert. Es befanden sich Verkaufsstände auf der Rampe, was den Raum für weiter Besucher verengte. Die Rampe war durch einen Bauzaun zusätzlich verengt,  ein weiterer Bauzaun lag zusätzlich auf einem Gullideckel, was den Raum für die Passanten weiter verengte und nach Ausbruch der Panik zu erheblichen Verletzungen führen sollte.  Geradezu unbegreiflich ist, warum um 14.03 Uhr offenbar niemand reagiert, als bei der Befehlsstelle der 4. Hundertschaft einer der wichtigsten Funksprüche des Tages eingeht. Der Ordnerdienst, heißt es da, schaffe es nicht, am Kopf der Rampe mehr Personal heranzuziehen. “Zwei Pusher vor Ort ist zu wenig.” “Pusher”, so heißen die privaten Ordner, die oben an der Rampe stehen sollen und nur eine Aufgabe hatten, nämlich den ankommenden Massen immer wieder zu sagen: “Hier nicht stehen bleiben, bitte weitergehen.” An dieser Kante fuhren nämlich die sogenannten “Floats” vorbei, die schweren Lastwagen mit den Discjockeys, weshalb viele Besucher hier stehen blieben, anstatt weiterzugehen und die Rampe freizumachen. Als Beweismittel sei „http://docunews.org/loveparade/polizei-auf-der-loveparade-ab-14-uhr-gingalles-schief/“ angeführt.  Die Security des Veranstalters war angewiesen nur auf Anweisung der Polizei zu handeln. An den Eingängen waren Teilweise nur fünf Polizisten. ( Aussage Fr. xxxxxx, Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes ). Ab 14:00 Uhr wusste die Polizei, dass es keine Lautsprecheransagen geben konnte und keine Pusher bzw. nicht in ausreichender Zahl vorhanden waren. Dieses machte zumindest eine Neuplanung der polizeilichen Strategie unverzichtbar. Bereits zu diesem Zeitpunkt wäre eine Verständigung mit den anderen Verantwortlichen überfällig gewesen. Dass man dann fast 90 Minuten später im Konsens mit dem „Crowdmanager“ Walter ein Konzept vereinbart, dass die Anwesenheit von „Pushern“ konstitutiv voraussetzt, obwohl bekannt, das eben solche vor Ort fehlen, ist zumindest erklärungsbedürftig. Spätestens um 14:00 muss sich der Polizei das Planungschaos offenbart haben. Das ist gleichzeitig ein Anzeichen für die Gefährdung der Zuschauer und die der späteste Beginn der Gefahrenabwehr durch die Polizei. Wie das gelingt, hätte man mit den anderen Partnern vereinbaren, zur Not aber auch durch eigenes Handeln garantieren müssen.  Die Staatsanwaltschaft Duisburg gibt in einem Bericht vom 17.1.2011 Fehler der Polizei zu. Der Polizeiführer vor Ort, ein Kuno S., räumt ein, dass die abrückende Polizei zusätzlichen Druck auf die Menschen ausgeübt hat. Einen Befehl zum Abrücken der Fahrzeuge gab es laut Kuno S. nicht

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/neuer-bericht-ueber-polizei-fehlerbei-loveparade-in-duisburg-id4906821.html

Es wurden bereits in der Planung viel zu wenige Polizeieinsatzkräfte berücksichtigt. So kamen insgesamt ca. 2400 Polzisten in mehreren Schichten auf insgesamt über 1 Million Besucher. Die benutzten „Floats“ standen falsch (schräg), es fehlten an der Rampe selber o.g. „Pusher“.  Für den Einsatzbefehl „Schutz“ war klar an dem Ort die Polizei zuständig,

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/polizei-auftrag-bei-love-paradeeinsatzbefehl-bringt-innenminister-in-erklaerungsnot-a-711406.html, und nicht die nunmehr angeklagten Mitarbeiter der Stadt. Landesinnenminister Jäger hat das in der Öffentlichkeit stets falsch dargestellt. Hr. Jäger war auch nachweislich am 27.10.2015 um 16:47 anwesend und stand neben dem Stellv. Polizeichef.

https://www.youtube.com/watch?v=4d0sO5Rz -ZE.

Eine zeugenschaftliche Vernehmung von Hr.Jäger wäre mithin verpflichtend, wurde aber nach bisheriger Kenntnis nicht durchgeführt.  Um 15:33 Uhr ist auf den vorhandenen Videoaufnahmen erkennbar, dass oberhalb der Westböschung ein Teil des Absperrzaunes zum Veranstaltungsgelände gewaltsam niedergetreten wurde.  Um 16:22Uhr kletterte die erste Person den Lichtmast hoch, weil die Lage am Rampenfuß beengend war. Um 16:26 Uhr beginnt die Massenbesteigung der Treppe. Um 16:58 Uhr im Bereich vor der Treppe liegen mehrere Menschen am Boden, erste Anzeichen eines Verknäuelns der Besucher werden sichtbar.

http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/love -parade/sah-die-polizei-diekatastrophe-nicht-kommen-23853076.bild.html

Um ca. 16:41 verengte ein Polizeitransporter den ohnehin schon zu engen Raum vor der Rampe noch zusätzlich. Auch dieses taucht im Gutachten des britischen Forschers an keiner Stelle auf. Die Schließung der Vereinzelungsanlage durch die Security und die Öffnung der Zäune durch die Polizei, ließen Menschen unkontrolliert in den Tunnel strömen, was letztlich zumindest mit zum Ausmaß der Katastrophe führte. Sperrung der Tunnel und der Rampe durch Polizeiketten. Der Einsatzleiter wusste laut seiner Aussage nichts von den Ketten. Wer hat die Polizeiketten veranlasst? Laut Zeugenaussagen hat die Polizei sogar zurückgewunken als die Leute die Hände hoben und um Hilfe gebrüllt haben. Dieses ist auch aufgenommen worden.  Es ist im Übrigen fraglich, ob der konkrete Ort der Katastrophe noch in den Planungs- und Genehmigungsbereich der Bauordnungsbehörde fiel, in einem solchen Fall wären alleine Polizei und ggf. das Ordnungsamt zuständig gewesen. All dies wird im Gutachten, welches der erhobenen Anklage zugrunde liegt, nicht berücksichtigt, da dieses Gutachten sich auf die ursprünglich genehmigte Planung und nicht auf die tatsächlichen Gegebenheiten am 24.07.2010 bezieht. Insoweit wurde hier zumindest nicht mit der notwendigen Sorgfalt gearbeitet.

Ferner ist in der Gesamtschau der oben genannten Tatsachen ein erhebliches Mitverschulden der Polizei mehr als wahrscheinlich, so dass weitere staatsanwaltschaftliche Maßnahmen notwendig gewesen wären. Stattdessen wurden angeblich mehrere hundert Strafanzeigen gegen die Polizei schnellstmöglich eingestellt, obwohl die Staatsanwaltschaft anscheinend selber ein Verschulden seitens der Polizei sieht. Die handwerklichen Fehler hinsichtlich des laufenden Restverfahrens (mangelhafte Übersetzung, fehlende Beweismittel im Zwischenverfahren) seien hierbei nur colerandi causa erwähnt. Sie fügen sich aber in ein Gesamtbild, das eine Strafvereitelung zumindest nicht ausschließt. Um jeglichen Bedenken hinsichtlich der Objektivität der Staatsanwaltschaft Duisburg bereits im Vorfeld zu begegnen, beantrage ich die Sonderzuweisung der Ermittlungen an eine andere Staatsanwaltschaft. Sollte die Ermittlungsbehörde noch Fragen zu einzelnen Punkten haben, so stehen der Anzeigen erstattete und andere zu Personen aus dem Umfeld der Opfer gerne zur Verfügung. Eine Kopie dieses Schreibens geht zur Information an den zuständigen Generalstaatsanwalt.

Mit freundlichen Grüßen Marcus Brink

Gedenkstätte wieder hergestellt

Rechtzeitig zu Ostern ist die Gedenkstätte der Loveparade wieder hergerichtet.  Am vergangenen Wochenende hatten Unbekannte an der Gedenkstätte erheblichen Schaden angerichtet. Neben den von der BI Gegen das Vergessen aufgestellten Pflanztöpfe wurden vor allem die auf der Treppe stehenden Holzkreuze zerstört. Die von Konni Hendrix aufgestellten und später von Rolf Karling mit einem Betonsockel ausgestatteten Kreuze wurden in den letzten Tagen beim Verein Bürger für Bürger e.V. von fleißigen Helfern wieder repariert. Dabei wurde auch das große und ebenfalls zerstörte Holzkreuz, das bei vielen Gedenkveranstaltungen auf der Bühne zu sehen ist, wieder hergestellt.  Dank einer großzügigen Spende der Gärtnerei Knüfelmann konnten auch die Blumentöpfe schnell wieder ersetzt und mit den Namen der 21 verstorbenen versehen werden. Am frühen Morgen waren schon die ersten Besucher vor Ort und zeigten sich ob der Tat entsetzt, nach einem fast einstündigen Gespräch halfen sie dann auch die restlichen Kerzen mit anzuzünden. Bisher hat die Polizei leider keine seriösen Hinweise auf die möglichen Täter. Die bisher eingegangen Hinweise auf einen möglichen Täter wurden zerstreut. Es kann eher angenommen werden dass hier, unter Umständen ein ehemaliger Weihnachtsbaumdieb, versuchen möchte eine Wiederholungstat zu vertuschen.

Die Polizei, mit der wir im ständigen Kontakt stehen, wird uns über die Ermittlungen weiter auf dem Laufenden halten.

Die Betroffenen Initiative Lopa 2010 e.V. wünscht allen ein besinnliches Osterfest.

Gedenkstätte erneut verwüstet

Wieder einmal wurde die Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg zerstört. Dieses mal war der angerichtete Schaden höher als die bisher verursachten zusammen. Nicht nur die auf der Treppe stehenden, mit dem Namen der Opfer beschrifteten und bepflanzten Blumentöpfe wurden herunter gestoßen sondern auch die mit den jeweiligen Namen versehenden Holzkreuze die nunmehr über 4 Jahre dort gestanden und immer wieder restauriert wurden, sind zerstört worden. Das es sich diesmal um Schäden handelt die Wetterbedingt verursacht worden sind ist definitiv auszuschließen. Angehörige sind ob solcher sinnlosen Aktionen die das Gedenken an ihre Kinder mit Füßen tritt zutiefst geschockt und nicht wenige Tränen flossen beim Anblick der Bilder. Schon seit Jahren fordert die BI Lopa 2010 e.V. eine Videoüberwachung für diesen Bereich. Dieses wurde aber bis zum heutigen Tag trotz wiederholten Schäden die die Betroffenen und Angehörigen meist aus eigener Tasche bezahlt haben nichts in dieser Richtung unternommen.

Beschwerde gegen die Duisburger Staatsanwaltschaft

An die
Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf
Sternwartstr.31
40223 Düsseldorf

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchten wir, die Betroffenen der Love Parade 2010, Sie darüber informieren, dass wir das Vertrauen in die Staatsanwaltschaft Duisburg durch die vergangenen und aktuellen Ereignisse endgültig verloren haben.

Wir werden im Lauf der nächsten Woche nach Prüfung unserer Anwälte durch Herrn Manfred Reißaus Beschwerde gegen die Staatsanwaltschaft Duisburg einreichen.

Wir bitten Sie um schnellst mögliche Prüfung, da in naher Zukunft wichtige Fristen ablaufen.
Der Antrag wird darauf basieren, dass § 258a ( Strafvereitelung im Amt ) von Ihnen vollständig ausgeräumt werden kann.

Insbesondere sehen wir dieses bei

– Rainer Schaller, Veranstalter, Hauptsponsor, Nutznießer der Loveparade 2010.
– den vor Ort und bei der Planung eingesetzten polizeilichen Einsatzkräften.
– sowie den städtischen vorgesetzten Amtsträgern.

Wir bitten auch um Aufklärung der von der Staatsanwaltschaft verursachten Verzögerungen und Ermittlungspannen wie z. B. die sechs Monate verspätete Hausdurchsuchung bei den Verantwortlichen. Die Presse hat nachweislich Unterlagen früher als Anwälte von der Staatsanwaltschaft bekommen. Übersetzungsfehler von vereidigten Dolmetschern beim Still-Gutachten. Unvollständiges Zusenden von Ermittlungsakten an den zuständigen Richter.
Die Beteiligung einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Innenministeriums am Still-Gutachten.

Diesen Antrag werden verschiedene Nebenkläger unterschreiben. Zusätzlich möchten wir Zusammenhalt demonstrieren, indem weitere juristisch direkt Betroffene, die wir gesondert auflisten werden, diesen Antrag mitunterschreiben.

Mit freundlichen Grüßen
Angehörige, Verletzte, Traumatisierte der Love Parade 2010

Lasst sie nicht noch einmal sterben

Wieder einmal müssen Betroffene und Angehörige der Loveparadekatastrophe in Duisburg erfahren dass sich die großangekündigte und sogar in einer Kirche versprochene Aufklärung sich weiter hinziehen wird.

Wer in den letzten Jahren die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Duisburg verfolgt hat kommt  sich mittlerweile  vor wie in einer Bananenrepublik, während andere Unglücke im Ausland schon lange juristisch aufgearbeitet und Urteile gefällt worden sind, stümpert man in Deutschland weiter rum.

Sind das aber wirklich nur amateurhaft geführte Ermittlungen oder werden hier bewusst immer wieder katastrophale Fehler gemacht?

Das die Staatsanwaltschaft in Duisburg die Ermittlungen zu dieser Katastrophe führt hat bei vielen von Anfang an ein ungutes Gefühl in die Magengrube fahren lassen, dass sich dieses ungute Gefühl bei den späteren Ermittlungen immer mehr verstärkte ist nachvollziehbar. Nicht nur das man fast ein halbes Jahr damit gewartet hat die Festplatten im Duisburger Rathaus zu beschlagnahmen weil aufgefallen ist das die aus dem Rathaus erhaltenen Unterlagen nicht vollständig waren. Natürlich war man bei der Staatsanwaltschaft darüber etwas überrascht, denn schließlich sind sie es offenbar gewöhnt das Beschuldigte die Beweise für ihre Schuld selber zur Verfügung stellen. Keiner würde damit rechnen dass in der Zwischenzeit eventuelle Beweise in Form von E-Mails ganz entspannt im Nirwana verschwinden werden.

Ein solches Event in Duisburg, für das mehrere Dezernenten zuständig waren und es gab keinen Schriftverkehr per Mail zwischen diesen???

In einem Land wo alles in dreifacher Ausführung erstellt wird?

Das auch die Polizei mittlerweile keinerlei Rolle mehr spielt verwundert niemanden, nicht nur das die Staatsanwaltschaft die Geschehnisse  am eigentlichen Unglückstag gleich ganz aus ihren Ermittlungen gestrichen hat, so war IM Jäger offenbar auch clever genug ein trojanisches Pferd beim britischen Panikforscher  Still zu platzieren, der dann, wenn verwundert es keinerlei Schuld bei der Polizei finden konnte.  Die wirkliche Sensation war das der Landtag darin kein Problem sah das eine Mitarbeiterin von IM Jäger auch bei Herrn Still ein wenig aushalf. Jäger hatte ja nach der Katastrophe noch stolz verkündet das immerhin das Rettungskonzept wunderbar funktionierte, von den vollzogenen Schichtwechsel auf der Rampe als es kritisch wurde werden wir nicht weiter reden. Ein Schelm wer böses dabei vermutet.

Zudem werden immer wieder Unterlagen nur unvollständig an entsprechende Personen wie Anwälte weiter geleitet. Warum sollte sich auch irgendjemand einen vollständigen Überblick verschaffen wollen??? Was aber immer wieder wunderbar funktioniert ist es Zeit zu schinden.

Worauf setzt man bei der Staatsanwaltschaft in Duisburg, das weitere Beschuldigte einfach wegsterben wie in einem Falle schon geschehen.

Will man die Opfer dieser Katastrophe zermürben und hofft auf das berühmte im Sand verlaufen??

Will man die wirklich verantwortlichen für diese Katastrophe schützen weil sie aus der Politik kommen oder wie Herr Schaller ein wenig mehr Geld als der Durchschnittsbürger besitzt????

Fristen werden hier verlängert, Fristen werden dort verlängert bis irgendwann die Fristen verstrichen sind um andere bisher nicht angeklagte Personen die Sicherheit zu geben nicht mehr auf die Strafbank zu müssen.

Eltern haben an den Gräbern ihren Kindern versprochen dass Ihnen Gerechtigkeit wiederfahren  wird. Daher fordern wir nun von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die uns am Altar der Salvatorkirche, sowie Innenminister Jäger die eine lückenlose Aufklärung versprochen haben aber auch die Duisburger Staatsanwaltschaft dazu auf Stellung zu beziehen und das öffentlich. Es kann nicht sein das hier ein Präzedenzfall für die Zukunft geschaffen wird der zeigt dass man keinerlei  Verantwortung für 21 Tote, 600 Verletzten und tausenden von Traumatisierten  übernehmen muss.

http://youtu.be/Y91uoIzmQRk ab 3.20min

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/loveparade-gutachten-in-der-kritik-aid-1.4488862

http://youtu.be/_4FgvS23D5U